Windsurfen
Windsurfen, Disziplin des Segelsports, beliebter Freizeit- und
Wettkampfsport, bei dem man sich auf einem Brett mit einem Segel durch
die Kraft des Windes über das Wasser bewegt. Durch sein geringes Gewicht
und seinen geringen Tiefgang ist das Surfbrett ein äußerst flexibles,
wendiges und schnelles Segelsportgerät, mit dem eine Geschwindigkeit
von mehr als 80Stundenkilometer erreicht werden kann. Windsurfer stehen mit
dem Rücken zum Wind seitwärts auf dem Brett mit Blick in Fahrtrichtung.
Gesteuert wird durch Verlagerung des Körpergewichts und durch Bewegen des
Gabelbaumes. Anfänger beginnen mit großen Brettern bei leichtem Wind.
Danach können sie zu schnelleren und kleineren Slalombrettern übergehen
und lernen, bei stärkerem Wind schnell zu wenden. Beim Sportsurfen
unterscheidet man Slalom, Wellenreiten, Kursrennen und Freistil.
Ausrüstung
Das Sportgerät setzt sich aus zwei Teilen zusammen: dem Brett und dem „Rigg",
das aus dem Segel, dem Mast und dem Gabelbaum (zur Steuerung des Brettes)
besteht. Das Brett besteht aus Kunststoff mit einem Schaumkern und ist etwa
3,70Meter lang und 65Zentimeter breit und wird durch ein versenkbares Schwert
und durch eine Finne stabilisiert. Der etwa 4,20Meter lange Mast aus Glasfiber
wird etwa in der Mitte des Brettes befestigt. Er ist kippbar nach allen Seiten
und kann um 360Grad gedreht werden, an ihm ist das Segel angebracht, das
zwischen 3,6 und zehn Quadratmeter misst. Die einzig erforderliche Ausrüstung
für den Surfer ist ein Neoprenanzug, um sich vor Auskühlung zu schützen, und
ein Trapez, mit dem sich der Surfer mit einer Leine am Gabelbaum befestigt.
So kann der Surfer den Segeldruck über den Körper ausgleichen, anstatt die Kraft
der Arme zu benutzen. Es gibt Surfbretter und Segel in verschiedenen Formen
und Größen. Beim Brandungssurfen und beim Slalom werden bei einer vorgeschriebenen
Mindestwindgeschwindigkeit von zwölf Knoten kleine Bretter und kleine Segel benutzt.
Geschichte
Das erste Brett wurde von dem britischen Erfinder Peter Chilvers Mitte der sechziger
Jahre gebaut. Aber erst als Hoyle Schweitzer aus Kalifornien zehn Jahre später mit
der kommerziellen Herstellung der Boards begann, fand das Windsurfen in den
siebziger Jahren eine größere Verbreitung. Das Windsurfen ist heute weltweit
etabliert, in fast jedem Land werden Rennen organisiert, und es gibt verschiedene
internationale Klassen, wie z. B. „One-Design"-Flotten, wo die einzelnen Konkurrenten
mit den gleichen Brettern und Segeln das Rennen bestreiten. Das One-Design-Mistral
ist das Brett, das bei den Olympischen Spielen benutzt wird. Windsurfen zählt seit
1984 zu den olympischen Sportarten.
Hier ein paar Fotos:
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